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Leitlinien für Direktpartnerschaften

 

Evangelische Landeskirche in Baden

Leitlinien für unsere Partnerschaften

nach Übersee

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser!

Unsere Landeskirche ist reich beschenkt durch viele direkte Beziehungen und Partnerschaften von Gemeinden und Kirchenbezirken bei uns mit Gemeinden und Distrikten in den uns durch das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland verbundenen Partnerkirchen in Übersee. Damit wird mit Leben gefüllt, was bereits die Unionsurkunde von 1821 feststellt: “Solcherweise einig in sich und mit allen Christen in der Welt befreundet ...”

Ökumenische Partnerschaften sind eine wichtige Aufgabe in unserer Kirche. Sie sind nicht Luxus, den wir uns in besseren Zeiten leisten, auf den wir aber in Zeiten geringer werdender Ressourcen verzichten können. Partnerschaften sind Lernorte für Ökumene und sie geben der Ökumene ein Gesicht. Partnerschaften sind aber auch nicht ohne Enttäuschungen und der Begriff Partnerschaft, so ist in Meyers Taschenlexikon nachzulesen, „wird auch zur Verschleierung tatsächlicher Macht- und Abhängigkeitsstrukturen verwendet“.

In diesem Sinne wollen diese Leitlinien eine Hilfe und Ermutigung sein, nicht Einengung oder Bevormundung, das Wagnis von Partnerschaften einzugehen, aber sie auch zu reflektieren und “Verschleierungen” offen zu legen.

In diese Leitlinien sind die Erfahrungen vieler unserer Partnerschaftsgruppen eingeflossen und die sollen füreinander nutzbar werden. Neben den Beziehungen nach Übersee innerhalb der EMS-Gemeinschaft gibt es solche durch das Gustav-Adolf-Werk sowie die Projektsammlungen für Brot für die Welt und “Hoffnung für Osteuropa”.

Wir wünschen Ihnen einen frohen und bereichernden Umgang mit diesen Leitlinien.

Karlsruhe im Februar 2006, der Beirat für Mission und Ökumene

Johannes Stockmeier

Oberkirchenrat

 

2Ein Dach trägt niemand allein.   (Sprichwort aus Kamerun)

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1_ Partnerschaften sind Ausdruck der weltweiten Gemeinschaft

2_ Herausforderungen in ökumenischer Partnerschaft

 Chancen

 Risiken

3_ Aufbau von Partnerschaften

 Trägerschaft

 Begleitung

4_ Gestaltung von Direktpartnerschaften

Planung und Durchführung von Austauschprogrammen

Weitere Vorschläge zur Ausgestaltung von Kirchenpartner-schaften

Materielle Hilfeleistungen: die schwierige Aufgabe des Umgangs

mit Geld und anderen Gaben

Kontextuelle Bezüge der Partnerschaft: Partnerschaft - Lernen

(auch) in Deutschland

Regelmäßige Reflexion und Auswertung, als Teil gelingender

Partnerschaftsarbeit

5_ Koordination von Kirchenpartnerschaften:

Vereinbarungen und Partnerschaftsseminare

Partnerschaftsvereinbarungen (Mustervereinbarung)

Koordination innerhalb der Landeskirche

6_ Projektförderung - eine weitere Ausdrucksform der weltweiten Gemeinschaft

7_ Muster einer Partnerschaftsvereinbarung (deutsch/englisch)

8_ Anschriften

 

Leitlinien

für partnerschaftliche Beziehungen zwischen badischen

Kirchenbezirken und Gemeinden sowie Kirchen und Gemeinden außerhalb Europas.

 

1_ Partnerschaften sind Ausdruck der weltweiten

Gemeinschaft

 

Kirche ist nur in der Gemeinschaft Kirche. Zu dieser Gemeinschaft gehören auch Menschen, die sehr weit entfernt sind oder in einem völlig anderen Kontext leben. Durch das Kreuz und die Auferstehung Christi sind alle Christinnen/Christen und Kirchen Glieder an seinem Leib. Diese weltweite Gemeinschaft ist eine geistliche und bedarf einer wirksamen Gestaltung. Die Grundordnung der Evangelischen Landeskirche in Baden bekräftigt dies.

Die in Christus begründete Ökumene ermöglicht eine Gemeinschaft von Ungleichen. Ökumenische Partnerinnen/Partner leben ihren Glauben in verschiedenen Traditionen und Situationen. Darum ist es nötig, dass sie bereit sind, sich einander als gleichwertig und gleichberechtigt anzunehmen (Gal.3,28; Römer 15,7). Ihre verschiedenen Gaben, Möglichkeiten und Erfahrungen sowie ihre spirituellen, materiellen und personellen Ressourcen, aber auch das, was fehlt und Not macht, wollen sie miteinander teilen (1.Petr. 4,10). Die Partnerinnen/Partner verstehen sich als Teil einer gegenseitig verpflichteten Gemeinschaft, die sich auf ein kontinuierliches Zusammenwachsens einlässt und füreinander und miteinander insbesondere gegen Ungerechtigkeit und ihre Ursachen eintritt.

Eine bewährte Art, diese Gemeinschaft zu gestalten, sind die ökumenischen Zusammenschlüsse auf kontinentaler und Weltebene. Sie bieten die Möglichkeit zum Austausch, zur gegenseitigen Korrektur und Bereicherung.

“Direktpartnerschaft ist Teil westlicher Befreiungstheologie, sie befreit von Vorurteilen und Überbelehrung. Sie ist eine Werkstatt lebendigen Lernens, eine Art missionarisch-entwicklungspolitischer Studienkurs. Die Begegnung selbst wird zur “heißen” Erfahrung, ist ein Stück Selbsterfahrung im wörtlichen Sinn.” (aus: “kein Vogel fliegt mit einem Flügel”, Basilea-Verlag, Basel 1990)

 

Die Evangelische Landeskirche in Baden ist als Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowohl Mitglied der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) als auch des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK). Sie ist ferner Mitglied des Evangelischen Missionswerks in Südwestdeutschland (EMS).

In den ökumenischen Zusammenschlüssen kommt die Universalität der Gemeinschaft des Leibes Christi zum Ausdruck, wird darin aber nur mittelbar wirksam. Diese ökumenische Gemeinschaft wird lebendig durch unmittelbare Partnerschaftsbeziehungen zu Einzelkirchen. Darin kann das, was  die Gemeinschaft ausmacht - Austausch, Anteil geben und nehmen, miteinander Teilen, voneinander und miteinander Lernen, Einstehen füreinander – konkret werden. Darum pflegt die Evangelische Landeskirche in Baden mit ihren Kirchenbezirken und Gemeinden solche Partnerschaften vor allem in der Gemeinschaft des Evangelischen Missionswerkes in Südwestdeutschland(EMS). Kirchenpartnerschaften betreffen die Kirche im Ganzen und sind nicht auf die Ebene von Kirchenleitungen beschränkt. Lebendig werden sie erst, wennsie zu einem Element im Leben von Kirchenbezirken und Gemeinden geworden sind. Die Evangelische Landeskirche in Baden unterstützt ihre Gemeinden und Bezirke, Partnerschaften mit Gemeinden und Bezirken in Partnerkirchen in der Gemeinschaft des EMS zu pflegen.

Partnerschaften mit Kirchen und Gemeinden können durch gezielte Absprachen entstehen. Manchmal haben sie ihren Anfang „zufällig“ durch persönliche Begegnungen und entwickeln sich eigenständig. Die Evangelische Landeskirche in Baden will Direktpartnerschaften weder verordnen noch beschränken, sieht aber eine besondere Verantwortung gegenüber den Partnerkirchen innerhalb der Gemeinschaft des EMS und vermittelt, unterstützt und begleitet vor allem Partnerschaften in ihr. Die nachstehenden Gesichtspunkte und Leitlinien  wollen eine Hilfe bei Kirchenpartnerschaften sein.

Wir sind Menschen durch die anderen, darum lieb’ dich nicht allein.                -Sprichwort Andonga-

 

2_ Herausforderungen in der ökumenischen Partnerschaft

Chancen

Durch eine Partnerschaft erlebt die Gemeinde am Ort, dass sie Teil der weltweiten Kirche Jesu Christi ist. Dies bietet die Chance, auch ökumenisch-missionarische Erfahrungen zu machen. Partnerschaften sind eine konkrete Möglichkeit, die ökumenische Weite der Kirche zu erleben. Sie können gewährleisten, dass die Kirche und ihre Gemeinden sich nicht in immer stärkerem Maße um sich selbst drehen. Im Spiegel der Erfahrungen der anderen, in der Ausprägung ihres Lebens und Glaubens lernen wir uns selbst neu zu verstehen. Je mehr wir Schwächen und Stärken, Wohl und Wehe miteinander teilen, desto bereichernder wird die partnerschaftliche Gemeinschaft.

Die Vielfalt der Ausdrucksweisen des Glaubens in Frömmigkeit und Praxis kann ermutigen, neue Formen der Spiritualität für den Gottesdienst, das Gemeindeleben und des Einzelnen zu entdecken. Der regelmäßige Austausch der Partnerinnen/Partner durch Briefe, Informationen und Besuche gibt viele Gelegenheiten, die Parochialität unseres Denkens und Handelns zu überwinden und uns für das Fremde und Neue zu öffnen.

Bei Partnerschaften zu einer Kirche, einem Distrikt oder einer Gemeinde in Übersee werden wir mit einseitiger Abhängigkeit konfrontiert. Sie ist verursacht durch ungerechte politische und wirtschaftliche Strukturen, an deren Überwindung wir herausgefordert sind mitzuarbeiten.

“Direktpartnerschaft gehört zur interkulturellen Theologie und fördert den Dialog, gibt Einblicke in andere Glauben und andere Bibelauslegungen, hilft den eigenen Glauben und die Gesellschaft besser zu verstehen und zählt zum Alphabetisierungsprogramm für Weiße, eine neue Kraft von unten, wenn nicht sogar ein kleiner missionarischer Aufbruch.”

(aus: “kein Vogel fliegt mit einem Flügel”, Basilea-Verlag, Basel 1990)

 

Durch die Begegnung mit Glauben und Leben in unseren Partnerkirchen erfahren wir, wie Gottes Wort seinen Weg in einer andersartigen Welt genommen hat. Dies kann ein Impuls sein, dem Gang von Gottes Wort und Handeln in unserem eigenen Kontext nachzugehen. In der Gemeinschaft durchChristus mit unseren Geschwistern sind wir verpflichtet, an ihren Nöten teilzunehmen und nach unseren Möglichkeiten für sie einzustehen.

Durch Besuch und Austausch können wir mit den Erfahrungen und Fragen, die dabei auftreten, einander helfen, die Augen für Defizite zu öffnen und zu Schritten der Erneuerung zu ermutigen. Die Erfahrungen, die wir durch unsere partnerschaftliche Beziehung gewinnen, zeigen uns unsere Verantwortung, uns für Fremde einzusetzen, die wegen Verfolgung und Not bei uns Schutz, Aufnahme und ein menschenwürdiges Leben suchen. Im Wissen um die wechselseitige Fürbitte und durch das Feiern von Partnerschaftssonntagen bei uns und bei unseren Partnergemeinden entfalten wir eine Gemeinschaft, die uns über alle Grenzen miteinander verbindet.

Verabschiedete Erklärung am Ende der Partnerschaftstagung

im Jahr 2002 in Basel

Christliche Gemeinschaft gewinnt Gestalt, wo miteinander Gottesdienst gefeiert, voneinander gelernt und einander geholfen wird. Die Grundlage unserer Partnerschaft ist diese Gemeinschaft, die uns durch Christus vorgegeben und geschenkt ist.

Von den Kirchenpartnerschaften unterscheiden möchten wir die Projektpartnerschaften, wobei sich Projektpartnerschaften oft aus Kirchenpartnerschaften heraus entwickeln und diese auch grundlegend verändern können. Kirchenpartnerschaften leben von der Wechselbeziehung von Geben und Nehmen. Bei einseitig auf Projekte ausgerichteten Beziehungen steht die finanzielle Verantwortung im Vordergrund.

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Wichtig ist es, offen und wahrhaftig zueinander zu sein, sich Zeit füreinandervzu nehmen, Erfahrungen des Glaubens und des Lebens miteinander zu teilen und so einander wirklich zu begegnen. Hinderlich kann in der Begegnung sein, wenn gedrängte Besuchsprogramme zu wenig Freiraum lassen. Hinderlich kann auch sein, wenn materielle Interessen und Projekte zu schnell und zu sehr im Vordergrund stehen. Christliche Gemeinschaft führt uns in das Einstehen füreinander vor Gott in Bitte und Fürbitte und in ein solidarisches Handeln in der Welt.

The Declaration on Partnership.

The following text was agreed upon at a conference on “partnership”.

Christian fellowship develops when we worship with each other, learn from one another and help each other. The foundation of our partnership is the fellowship which has been first given to us as a gift through Jesus Christ. It is important that we continually check our behaviour and intentions, to see if they are appropriate for this fellowship. We need to be open and truthful to each other. We need to have time for each other. We need to share our experience of faith and life with each other in order to really encounter one another. A true encounter can be hindered if the programme for a visit is so full that it leaves no free space. Encounters can also be hindered when material interests and projects are placed too quickly at the forefront of a partnership. Christian fellowship leads us to stand up for one another in prayer to God, and to practice solidarity in our dealings with one another in the world.

Die eigene Sichtweise, Erfahrung und Wertvorstellung wird leicht zum Maßstab, mit dem die Partnerin/der Partner gemessen werden. In einer mündigen Partnerschaft verbieten sich vorschnelle Urteile und fertige Meinungen. Vorbehaltloses Aufeinander-Zugehen und Verstehen-Wollen sind die Grundlagen für das Wachsen einer Gemeinschaft zwischen den Partnerinnen/Partnern.

Die ausschließliche Konzentration auf eine Partnerin/einen Partner kann statt zu einer ökumenischen Weite zu einer Verengung führen. Wer sich nur mit den Anliegen des unmittelbaren Gegenübers befasst, läuft Gefahr, die größere Gemeinschaft der Gesamtkirche aus den Augen zu verlieren. Der nur nach außen zu den Partnerinnen/Partnern gerichtete Blick kann die unmittelbaren Aufgaben vor Ort und in der Region verdrängen. Enttäuschungen, Störungen und Konflikte werden nicht als unvermeidliche Durchgangsphasen erlebt, sondern können zur Entmutigung und Resignation der Partnerinnen/Partner führen.

Die materielle Stärke des einen kann unversehens dazu führen, einseitige Abhängigkeit zu schaffen, die anderen Partnerinnen/Partner zu bloßen Empfängern zu degradieren und das weite Feld des Miteinander-Teilens zu verkürzen.

Wir empfehlen Partnerschaften mit einem deutlichen Schwerpunkt für ein oder mehrere Projekte die Beratung mit der Abteilung Mission und Ökumene, dem Landeskirchlichen Beauftragten für den Kirchlichen Entwicklungsdienst und die fachlich kompetente Begleitung durch FAKT. Es ist unser Ziel, Projektpartnerschaften in ihrem Willem um die Übernahme entwicklungspolitischer Verantwortung zu begleiten und zu qualifizieren und sie so auch zu einem Teil der kirchlichen Gesamtverantwortung für entwicklungspolitische Fragen werden zu lassen.                   ++++++++++++++++

Aussage zu „Partnerschaften“ von Pfarrer Dr. Jonas Dah, Kamerun, ökumenischer Mitarbeiter in der Evangelischen Landeskirche in Baden von 1991 bis 1997: „Während die Leute in Europa Menschen in Übersee gerne als ‘Partner’ bezeichnen, geschieht das aber nicht umgekehrt, nämlich dass die ‘Elenden’ ihre Spendengeber als Partner bezeichnen. Warum ist das so? – Wir verspüren hier ein gewisses Zögern, da man nicht von Partnerschaft sprechen kann, die auf echter Gleichheit beruht. – Die Beziehung ist zu sehr abhängig vom Geld bzw. davon, dass die einen geben und die anderen empfangen. Da ist kein Raum für Gegenseitigkeit.“

Geschwister sind wie Kalebassen; sie schlagen aneinander, zerbrechen aber nicht.

(Sprichwort Buganda-Ostafrika)

 

Direktpartnerschaft

• ist die Einladung, einladende Kirche zu werden.

• bedeutet Kontakt von einer kirchlichen Basis zur anderen.

(aus: „kein Vogel fliegt mit einem Flügel“, Basilea-Verlag, Basel 1990)

 

3_Aufbau von Partnerschaften

Trägerschaft

Die praktische Partnerschaftsarbeit im Bereich der Evangelischen Landeskirche in Baden geschieht sowohl auf der Ebene von Kirchenbezirken wie auf der Ebene von Gemeinden oder Gemeindegruppen. Für die Einzelgemeinde sprechen die größere Unmittelbarkeit und die Chance, dass mehr Gemeindeglieder an der Partnerschaftsarbeit beteiligt werden können. Andererseits haben Gemeindegruppen oder ein Kirchenbezirk den Vorteil, dass die Partnerschaftsbeziehungen von mehreren Gemeinden, vielleicht sogar von der Bezirkssynode, mitverantwortet werden. Die Aufgaben werden dabei von einem größeren Kreis und mit stärkerer Öffentlichkeitswirksamkeit mitgetragen.

 

Begleitung

Bei Interesse für eine Kirchenpartnerschaft zwischen einer Gemeinde/einem Kirchenbezirk bei uns und in Übersee empfehlen wir, mit dem zuständigen Landeskirchlichen Beauftragten für Mission und Ökumene(LMÖ) oder der Abteilung für Mission und Ökumene im Ev. Oberkirchenrat Verbindung aufzunehmen. Sie beraten, vermitteln und begleiten Kirchenpartnerschaften im Bereich des EMS. Jede Kirchenpartnerschaft soll durch Beschlüsse der verantwortlichen Gremien (Kirchengemeinderat, Bezirkskirchenrat, Bezirkssynode) und entsprechender Gremien auf der Partnerseite zustande kommen. Für die Begleitung und Durchführung von Partnerschaften soll ein Ausschuss die Arbeit verantworten und regelmäßig Rechenschaft geben.

 

4_Gestaltung von Direktpartnerschaften

Planung und Durchführung von Austauschprogrammen

 

Wechselseitige Besuche von Delegationen sind als Bestandteil der Partnerschaften unverzichtbar. Sie schaffen lebendige Beziehungen und ermöglichen gegenseitiges Anteilnehmen und -geben. Kirchenpartnerschaften brauchen Gesichter.

Für gegenseitige Besuchsreisen ist ein verantwortbarer Rhythmus zu finden, der die finanziellen und ökologischen Belastungen einbezieht. Für Besuch und Gegenbesuch hat sich ein Abstand von zwei Jahren bewährt. Die jeweilige Zwischenzeit ist nötig zur Vorbereitung und Nacharbeit der Besuche sowie zur Umsetzung gemeinsam vereinbarter Aufgaben bzw. von Lernprojekten. Die Zusammensetzung der Delegationen soll zu gleichen Teilen Frauen und Männer umfassen sowie Ehrenamtliche der unterschiedlichen Handlungsfeldervon Gemeinde berücksichtigen.

 

12

„Touristisches Buchzeichen“

Wer sich vor einer Reise solche Fragen stellt und, soweit es geht, beantwortet, schafft sich gute Voraussetzungen unterwegs wirklich ins Gespräch zu kommen und Wesentliches zu erfahren und zu lernen:

1_Worauf freuen Sie sich bei dieser Reise? Was lassen Sie für einige Zeit gerne zurück?

2_Wer freut sich über Ihre Reise: Zu Hause? Dort, wo Sie hinreisen?

3_Möchten Sie auf dieser Reise etwas lernen? Was?

4_Was für Menschen wollen Sie kennen lernen: Wen werden Sie voraussichtlich treffen? Was wissen Sie von ihm/ihr? Was weiß er/sie von Ihnen?

5_Wem nützt Ihre Reise? Wem schadet sie?

6_Welche Konflikte löst Ihre Reise aus? Welche Konflikte löst sie?

7_Was nehmen Sie auf Ihre Reise mit? Was bringen Sie nach Hause?

8_Können Sie einschätzen, wann Sie in Ihrem Reiseland jemanden verletzen?

Mit Ihren Fotoapparaten und anderen Aufnahmegeräten; mit

Ihren Trinkgeldern und Geschenken; mit Ihren Gewohnheiten?

9_Wie viel Zeit werden Sie in Städten verbringen, wie viel auf dem Land? Erlaubt Ihr Terminkalender unvorhergesehene Besuche und Gespräche?

10_Kehren Sie gerne nach Hause zurück? Wenn ja, warum?

 

Die Beteiligten der Besuchsprogramme sind Delegierte. Gewonnene persönliche Kontakte sollen der Partnerschaft der beiden Gemeinschaften dienen. Eine Delegation soll zwischen drei und acht Personen umfassen. Gruppengröße, Dauer und Häufigkeit sind mit den Partnerinnen/Partnern abzusprechen, um Überforderung zu vermeiden. Von den Gastgebenden sollte eine schriftliche Einladung vorliegen. In der Regel kommen Besuchsgruppen aus Baden für ihre Kosten selbst auf. Eine finanzielle Unterstützung der Reise ist durch den Ausschuss für entwicklungsbezogene Bildung und Publizistik (ABP) auf Antrag möglich. Zur Vorbereitung einer Reise und für die Beantragung eines Zuschusses empfehlen wir die Lektüre der Reisekriterien des ABP, die vom EED/ABP direkt zu beziehen sind, und eine Rücksprache mit dem Landeskirchlichen Beauftragten für den Kirchlichen Entwicklungsdienst. Die Selbstbeteiligung der Besuchsgruppen aus den Partnerkirchen umfasst in der Regel die Vorbereitungs- und Reisekosten im eigenen Land. Eine verbindliche schriftliche Einladung durch die deutschen Partnerinnen/Partner sollte erst nach Klärung der Finanzierbarkeit ausgesprochen werden.

Eine Vor- und Nachbereitung einer Reise ist notwendig. Dazu gehört neben der Vorbereitung auf das Partnerland und die Partnerkirche die Auseinandersetzung mit dem eigenen politisch-wirtschaftlichen Kontext und den Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland mit dem Partnerland. Der selbstkritischen Reflexion der Erfahrungen soll in der Nachbereitung bewusst Raum gegeben werden. Die Landeskirchlichen Beauftragten für Mission und Ökumene (LMÖ) helfen dabei mit den Referenten des EMS und den ökumenischen Mitarbeitenden, ebenso der Landeskirchliche Beauftragte für den Kirchlichen Entwicklungsdienst.,

Bäume können nicht zueinander kommen, aber Menschen finden einander.     (Sprichwort Herero-Namibia)

 

Weitere Vorschläge zur Ausgestaltung von Kirchenpartnerschaften

Neben den gegenseitigen Besuchen ist der regelmäßige Austausch vonBerichten und Informationen aus Gemeinde, Kirche und Gesellschaft wichtig, um die Aktualität der Beziehung aufrecht zu erhalten. Dabei ist ein Rhythmus, der nicht überfordert, hilfreich (z.B. Bericht nach einer Bezirkssynode).

Einzelne Gruppen in der Gemeinde oder im Kirchenbezirk können Verbindung zu den entsprechenden Gruppen bei der Partnerin/dem Partner aufnehmen.

Partnerschaftssonntage an einem gemeinsam verabredeten Termin mit dem Austausch von Gebeten, Predigtgedanken und aktuellen Informationen erhalten die Gemeinschaft lebendig.

Der verantwortliche Partnerschaftskreis wird viele Ideen entwickeln, um immer wieder die Partnerschaftsbeziehung im Leben der Gemeinde oder des Kirchenbezirks zu verankern (z.B. Informationsstände bei Gemeindefesten, Zusammenarbeit mit Eine-Welt-Läden) und um auch jüngere Menschen in die Partnerschaftsarbeit einzubinden.

 

“Die Gesprächspartner sind sich einig, dass man Gemeindepartnerschaften nicht durch zu hohe Erwartungen hinsichtlich ihres Beitrags zu politischem und gesellschaftlichem Engagement überfordern dürfe, dass aber andererseits Mindeststandards für eine solche Partnerschaft formuliert werden müssen:

• regelmäßige Korrespondenz,

• regelmäßige Partnerschaftsgottesdienste mit denselben

Predigttexten,

• wenn möglich ein Austausch über die Auslegung von Bibeltexten, Mitteilung an die Partnergemeinde über Anliegen, die in die Fürbitte aufgenommen werden.”

(Aus dem Bericht von Landesbischof Dr. Ulrich Fischer von seinem Besuch in Südafrika im August 2005)

 

Vom Workcamp in einer Partnerkirche:

Verdient hat die 18-Jährige aus Freiburg keinen Cent dabei, im Gegenteil: der zweiwöchige Aufenthalt plus An- und Abreise hat sie rund 400 Euro gekostet. Für Birte kein Problem: „Die Arbeit ist ja eher nebensächlich. Wichtig ist, dass man im Workcamp viele Leute aus anderen Ländern kennen lernt“. Gemeinsam arbeiten und sich dabei näher kommen, das ist eine Art von Urlaub, den immer mehr junge Erwachsene auch in Deutschland schätzen.

Jugendworkcamps ermöglichen jungen Menschen zwischen 18 und 26 Jahren durch Begegnung bei gemeinsamer Arbeit und Freizeitgestaltung (Spiele, Ausflüge, Musik) interkulturelles Lernen. Sie haben eine nachhaltige Wirkung auf die Lebensgestaltung junger Menschen bei uns und wecken Interesse, sich in der Partnerschaft zu engagieren. Für die Partnerinnen/Partner in Übersee sind Freundschaften über Kontinente hinweg eine wichtige Erfahrung. (Bei der Vorbereitung und Begleitung helfen LMÖ und Jugendreferentinnen).

Die Einbeziehung jüngerer Menschen in die Partnerschaftsarbeit ist eine Bereicherung und sichert langfristig die Weiterführung der Partnerschaft.

Die schwierige Aufgabe des Umgangs mit Geld und anderen Gaben

In den Kirchenpartnerschaften sollen Geld und andere materielle Zuwendungen nicht im Mittelpunkt stehen. Vorrangig sind das Wissen um einander, vielfältige Formen des Austauschs, gegenseitige Fürbitte und gemeinsame Aufgaben. Jedoch kann angesichts der wirtschaftlichen Ungleichheit zwischen Süden und Norden, die Frage des materiellen Teilens nicht ignoriert werden. Mit unseren Mitteln können wir Eigeninitiativen unserer Partnerinnen/Partner unterstützen und sie in ihrer Arbeit ermutigen. Geht es in einer Partnerschaft um das Organisieren materieller Hilfen, können einseitige Abhängigkeiten entstehen und die Besuche den Charakter von „Inspektionsreisen“ erhalten. Wenn es um finanzielle oder materielle Hilfe geht, ist größtmögliche Durchsichtigkeit geboten. Die Kirchenleitung des Partnerlandes, das Missionswerk und die in unserer Landeskirche zuständigen Stellen (Abt. für Mission und Ökumene, der Beauftragte für den Kirchlichen Entwicklungsdienst oder LMÖ) sollten vor allem beim Transfer von materiellen Mitteln informiert werden. Diese Transparenz verringert die Gefahr, dass es in einer Partnerkirche zu großen Ungleichheiten kommt, Neidgefühle entstehen und die Gemeinschaft der Kirche gestört wird. Unsere Partnerinnen/Partner wollen nicht nur Nehmende, sondern auch Gebende sein. Sie werden nach ihren Möglichkeiten Geschenke machen, die im Vergleich zu ihrer wirtschaftlichen Lage teuer sind. Wir sollten diesen eine angemessene Bedeutung geben.

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Wenn dich jemand liebt, bittet er dich um etwas.

(Sprichwort Akan-Ghana)

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Thesen einer Arbeitsgruppe, die zur Diskussion herausfordern wollen

• Beziehungen sind wichtiger als Projekte.

• Begegnungen sind wichtiger als Programm.

• Hören ist wichtiger als Reden.

• Gemeinschaft braucht Zeit.

• Das Ich wird am Du.

• Wir brauchen den Anderen, um selber ganz zu werden.

• Was ist der Reichtum unserer Gaben und Begabungen,

die wir miteinander teilen können?

• Das Projekt gehört zur Beziehung in der Partnerschaft wie der Kuss zur Liebe.

Richtig verstandenes Geben in einer Partnerschaft wird so geschehen, dass dadurch nicht bei anderen Kollekten eingespart wird (Sammlung für „Brot für die Welt“, Kollekte für Aufgaben der Weltmission u. a.). Partnerschaften sind eine gute Möglichkeit, das uns allen gebotene ökumenische Teilen einzuüben, es aber nicht einzig auf die Partnerinnen/Partner zu begrenzen. Die im Rahmen der Partnerschaft geförderten Projekte sollen anteilmäßig von den Partnerinnen/Partnern durch Finanz- und Sachmittel oder eigene Arbeitsleistungen mitgetragen werden. Projektvorschläge müssen in der Regel von den Betroffenen kommen. Sie müssen die Freiheit haben, über Prioritäten zu entscheiden. Dabei hilft es, wenn Partnerkirchen eigene Kriterien dafür erstellen (z.B. Gemeinwesenorientierung, Bekämpfung von Ursachen der Armut).

Im Wissen um die Chancen und Risiken für das Gelingen von Partnerschaften empfehlen wir ein beratendes Gespräch mit der Abteilung Mission und Ökumene.

Ab Jahresende 2006 steht das von den EMS-Mitglieds- und Partnerkirchen gemeinsam beschlossene „Memorandum der Verständigung über gegenseitige Transparenz und Rechenschaft in der EMS-Gemeinschaft“ und das Papier „Policy gegen Korruption“ als eine Grundlage für Absprachen in den Partnerschaftsgruppen zur Verfügung. Wir empfehlen allen Partnerschaftsgruppen, diese Papiere in die Gespräche um die Weiterentwicklung der jeweiligen Partnerschaft mit einzubeziehen.

 

Kontextuelle Bezüge der Partnerschaftsarbeit:

Partnerschaft - Lernen (auch) in Deutschland

Die ökumenischen Partnerschaften stehen in einem größeren ökumenischen Kontext (Kultur, Tradition, Geschichte, soziale und wirtschaftliche Situation).

Um der Gefahr einer Engführung auf beiden Seiten zu begegnen,sollte die Weite der ökumenischen Bewegung mit ihren lokalen Verknüpfungen und Erfahrungen in die praktische Arbeit einfließen. Glaubwürdige Partnerschaft beginnt zu Hause. Deshalb sollten auch unter uns lebende Menschen aus anderen Herkunftsländern in das Miteinander verschiedener Kirchen, Glaubensweisen, Kulturen und Traditionen einbezogen werden. Die Auseinandersetzung mit der Kolonial- und Missionsgeschichte, mit alten und neuen zwischenkirchlichen Machtstrukturen ist in der Partnerschaftsarbeit unerlässlich.

Die Einbeziehung von Fragen der Weltökonomie und der bestehenden Handels- und Finanzstrukturen im Nord-Süd-Kontext ist wichtig. Die Auseinandersetzung mit unserem eigenen Kontext in Gesellschaft und Theologie wird Rückwirkungen auf unsere Partnerschaftsarbeit haben und sollte Bestandteil unserer zwischenkirchlichen Beziehungen sein.

 

Regelmäßige Reflexion und Auswertung als Teil gelingender Partnerschaft

Für den Partnerschaftsprozess ist es wichtig, nach etwa fünf Jahren die Praxis zu reflektieren. Dies muss gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Partnerkirche geschehen. Dabei kann es auch hilfreich sein, Personen aus anderen Partnerschaften einzuladen. Leitfragen können sein: Eine Auswertung hilft zur Qualifizierung des gegenseitigen Austauschs und trägt zur Intensivierung der Beziehungen bei.

 

1_ Welche Vorhaben wurden bewältigt?

2_ Wurden gesteckte Ziele erreicht?

3_ Welche Auswirkungen hatte die Partnerschaft auf die jeweilige Gemeinschaft?

4_ Welche Ziele gelten für den nächsten Zeitrahmen?

 

Wenn es sich zeigt, dass die Beziehung nicht mehr trägt, sollte die Freiheit bestehen, die Partnerschaft zu beenden. Ein klarer, entlastender Schlusspunkt sollte nicht gescheut werden.

 

5_ Koordination von Kirchenpartnerschaften:

Vereinbarungen und Partnerschaftsseminare

Partnerschaftsvereinbarungen

Für eine Partnerschaft ist es wichtig, dass zwischen den kirchenleitenden Gremien (Kirchengemeinderat, Bezirkssynode, District Council u. ä.) zu Anfang eine schriftliche Vereinbarung getroffen wird. Sie kann den formalen, inhaltlichen und spirituellen Rahmen beschreiben, gemeinsam verabredete Ziele benennen und bildet die Grundlage der Partnerschaft, auf die man sich berufen und die überprüft werden kann. Dabei kann auch zunächst eine befristete Zeitspanne verabredet werden.

 

Koordination innerhalb der Landeskirche

Wenn mehrere Direktpartnerschaften zu derselben Kirche bestehen, ist es notwendig, dass sich die Direktpartner innerhalb unserer badischen Landeskirche oder innerhalb des EMS zu jährlichen Koordinierungstreffen verabreden. Solche Treffen helfen beim Erfahrungsaustauschund tragen dazu bei, einem die Gemeinschaft der Partnerkirche störenden Verhalten vorzubeugen. Die Einberufung erfolgt durch die LMÖ, die Abteilung für Mission und Ökumene oder das Gebietsreferat des EMS.

 

Leitfragen zur Auswertung von Partnerschaften

1_ Mit wem besteht eine Partnerschaft? Wie kam sie zustande?

2_ Wie wird die Partnerschaft konkret? Welche Begegnungen/

Aktivitäten/Maßnahmen gab es bisher?

3_ Was ist für Sie/die Gruppe der Gewinn aus dieser Partnerschaft?

4_ Was ist der Gewinn für die Partnerschaftsgruppe in Übersee?

5_ Projektförderung eine weitere Ausdrucksform der weltweiten Gemeinschaft

 

Neben den Kirchenpartnerschaften braucht es die helfende und unterstützende Arbeit des EMS, von Brot für die Welt und des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED). Auch diese Projektarbeit von EMS, Brot für die Welt und EED steht nicht in Konkurrenz, sondern in ergänzender Beziehung zur kirchlichen Partnerschaftsarbeit. EMS und Brot für die Welt ermöglichen ökumenisches Lernen, z.B. durch die Bereitstellung von Informations- und Bildungsmaterialien. Die Durchführung solcher Projekte der Missionsarbeit oder der Entwicklungshilfe erfolgt in Zusammenarbeit mit den Kirchenleitungen unserer Partnerinnen/Partner oder anderen Organisationen durch Fachleute, die die Qualität der Arbeit und die Transparenz des Mitteleinsatzes sicherstellen. Schnelle Hilfen im Katastrophenfall oder längerfristig angelegte Projekte benötigen ebenfalls unsere Spenden. Die badischen Partnerinnen/Partner sollen sich bei aller persönlichen Pflege der zwischenkirchlichen Beziehungen diesen Sachverhalt immer wieder bewusst machen und dem „großen Topf“ ihre Unterstützung nicht versagen.

 

7_ Muster einer Partnerschaftsvereinbarung

im Rahmen von Kirchenpartnerschaften nach Übersee

Partnerschaftsvereinbarung

Die Partnerschaft zwischen dem Kirchenbezirk: .....

und dem Kirchenbezirk:......

vollzieht sich im Sinne der Leitlinien für Partnerschaften nach Übersee der Evangelischen Landeskirche in Baden vom Juli 2006. Sie soll dazu dienen,den ökumenisch-missionarischen Horizont der Gemeindeglieder zu weiten, Verantwortung füreinander zu übernehmen und wechselseitig vom Glauben der anderen zu lernen. Dies wird verwirklicht durch ökumenisches Teilen in geistlicher und materieller Hinsicht:

a) durch Informationsaustausch der Partner (LMÖ bzw. Kirchenleitung und EMS werden durch Kopie unterrichtet);

b) durch gegenseitige Fürbitte, auch im sonntäglichen Gottesdienst, und durch das Feiern besonderer Partnerschaftssonntage;

c) durch gegenseitige Besuche, die die Vielfalt des Gemeindelebens ausdrücken (Pfarrerinnen/Pfarrer, ehrenamtlich mitarbeitende Frauen und Männer, Jugendliche etc.);

d) durch finanzielle Zusammenarbeit. Wie dies im Einzelnen ausgestaltet wird, muss im gegenseitigen Einvernehmen erarbeitet und festgelegt werden. Die “Leitlinien für Partnerschaften nach Übersee” geben dafür konkrete Hinweise.

Ort, Datum,

Unterschriften / Funktion der Unterzeichner

 

22

Übersetzung

Partnership Agreement (speciment)

The partnership between the church district of:.....

and the church district of:.....

will be practised in accordance with the Principles of Partnership to Overseas Churches of the Protestant Church in Baden, from July 2006. It is to encourage a widening of the ecumenical-missionary horizon of the members of the individual congregations as well as to deepen the sense of responsibility for one another and to learn from each other through the different expressions of faith. This will be practised in an ecumenical spirit through the sharing of both spiritual and material gifts:

a) through the exchange of information (by informing the church head offices and EMS in Stuttgart with copies of letters);

b) through reciprocal intercessions – also in the Sunday services

– and by celebrating special Partnership Sundays;

c) through visiting each other, whereas the groups of visitors should express the variety of congregational life (male and female pastors, voluntary church workers – men and women, young and old);

d) through financial cooperation. The details of how this can be achieved will have to be worked out in mutual agreement. The Guiding Principals of the Protestant Church in Baden can offer assistance in this process.

Place, date

Signatures

           +++++++++++++++++++++++++++++++

 

8_Anschriftenteil (Stand November 2017)

Landeskirchliche Beauftragte für Mission u. Ökumene:

Abteilung Mission und Ökumene im Ev. Oberkirchenrat:

Blumenstraße 1–7, 76133 Karlsruhe, Fax 0721/91 75-566

Leiterin: Kirchenrätin Anne Heitmann

Tel. 0721/9175-387, E-Mail: anne[dot]heitmann[at]ekiba[dot]de

Geschäftsführer und Landeskirchlicher Beauftragter für den Kirchlichen Entwicklungsdienst: Peter Scherhans, Tel. 0721/91 75-512, E-Mail: peter[dot]scherhans[at]ekiba[dot]de

Nordbaden: Dr. Gesine von Kloeden, Steingasse 1,

69469 Weinheim, Tel. 0 62 01/52796

E-Mail: gesine[dot]kloeden[at]ekiba[dot]de

Mittelbaden: Bettina Fuhrmann, Blumenstraße 1-7, 76133 Karlsruhe, Tel. 0721/91 75-390,

E-Mail: bettina[dot]fuhrmann[at]ekiba[dot]de

Südbaden: Eberhard Deusch, Kappler Str. 21, 79117 Freiburg, Tel. 0761/69657453, mission-oekumene[dot]suedbaden[at]ekiba[dot]de

Evangelisches Missionswerk in Südwestdeutschland e.V.

Vogelsangstr. 62, 70197 Stuttgart, Tel.: 0711/63678 – 0,

Fax: 0711/6 36 78-55 u. 66, E-Mail: info[at]ems-online[dot]org,

www.ems-online.org

Diakonisches Werk Baden - Ökumenische Diakonie

Pfarrer Volker Erbacher, Vorholzstr. 3-5, 76137 Karlsruhe 

Tel.: 0721/9349-219, Fax 0721/9349-202,

E-Mail: erbacher[at]diakonie-baden[dot]de

Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung / Brot für die Welt
Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin  Tel. 030/65211 – 0, Kontakt: https://www.brot-fuer-die-welt.de/service-kontakt/

https://www.brot-fuer-die-welt.de/ueber-uns/evangelisches-werk/ewde/

 

mission 21 (Basler Mission)

Missionsstraße 21, 4003 Basel (CH)

Tel. 0041/6 12 60 21 20, www.mission-21.org

FAKT – Beratung für Management, Bildung und Technologien GmbH

Gänsheidestraße 43, 70184 Stuttgart,

Tel. 0711/2 10 95-0, Fax 0711/2 10 95-55

E-Mail: fakt[at]fakt-consult[dot]de, www.fakt-consult.de

 

Herausgeber:

Abteilung Mission und Ökumene im Ev. Oberkirchenrat

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